Kontakt
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Impressum
Internet-AG
Zurzeit besteht die Internet-AG aus folgenden Mitgliedern und
einer Lehrperson:
Lukas Lerche (Abitur 2008)
Jan Hördemann (Jgst. 13)
Max Franszkewitz (Jgst. 13)
Cyla Rohmann (Jgst. 12)
Jakob Nussbaumer (Jgst. 12)
Jan Schwerdt (Jgst. 12)
Jan Wolters (Jgst. 12)
Richard Musebrink (Jgst. 12)
Rolf Kabzinski-Kenkmann, OStR
Da kein Einfluss auf Gestaltung und Inhalt der per Link zu erreichenden Seiten
außerhalb dieser Website besteht, müssen wir uns an dieser Stelle
aus rechtlichen Gründen ausdrücklich von den dort angebotenen Inhalten
distanzieren.
Erfahrungsbericht(10.05.1998)
Absichten
Im Rahmen der SV-Arbeit ist der Gedanke geboren worden, eine
"Arbeitsgruppe Internet" ins Leben zu rufen. Ausgangspunkt des
Angebots war zunächst die Idee, Schülern aus allen
Jahrgangsstufen eine Produktionsmöglichkeit bereitzustellen, die
ein Gegengewicht zu Absichten und Inhalten des traditionellen
Informatik-Unterrichts bilden könnte. Die Themen sollten nicht
technikorientiert sein, die Mitglieder keine Vorerfahrungen
mitbringen müssen, die Gruppe sollte Brücken schlagen
zwischen den Fächern und auch der für den
Informatik-Unterricht typische Jungenüberhang sollte
durchbrochen werden.
Erfahrungen, Ergebnisse
Natürlich kam alles anders. Interesse zeigten Computerfreaks
aus der Jahrgangsstufe 11. Sie wollten den "Kleinen" HTML beibringen,
suchten nach HTML-Editoren, stellten sie zur zur Bewertung
gegenüber und lieferten eigene Entwürfe ab. Nach einem
Monat hatte sich herumgesprochen, daß eine Internet-AG besteht,
die für alle offen sei. Eine Gruppe Mädchen kam zu den
wöchentlichen Gruppensitzungen (Freitags in der 7. Stunde!) und
hatte ihre ganz eigene Vorstellung von der Zukunft der Internet-AG:
Chatten wollten sie, weil man im globalen Dorf mit "aufregenden
Typen" kommunizieren könne. Immerhin wurde in Aussicht gestellt,
daß der große Bruder mit seinem Scanner Bilder
dazusteuern könnte. Als die Stammgruppe darauf hinwies,
daß es darum gehe, eigene Web-Seiten zu produzieren, etwas
für die Schule oder zumindest für die SV herzustellen, war
die Motivation dahin. Als darüber hinaus auf die finanziellen
Restriktionen hingewiesen wurde - schließlich ist das
Sponsoring der Hardware- und Kommunikations-Industrie zeitlich und
vor allem vom Umfang her eng begrenzt - dämmerte es: Die Schule
wird privates Chatten nicht finanzieren und selbst beim Surfen
schlagen der Internet-AG Kostenwellen entgegen. Interessenten aus der
Jahrgangsstufe 5 zeigten sich euphorisch, erschienen aber höchst
unregelmäßig.
Im Übrigen: Unsere ersten fünf Sitzungen waren
Trockenübungen. Der beantragte Internet-Rechner ließ auf
sich warten, an Surfen war deshalb noch nicht zu denken. Dieses
Tatsache behinderte aber unsere Arbeit nicht. Die HTML-Editoren
konnten ja ohne Internet- Anschluß und -Account getestet
werden. Dasselbe galt für das Entwerfen des Screen-Designs und
eines ergonomischen Benutzerinterface. Die Hauptarbeit geschah auch
anschließend weitestgehend ohne Rechner: Wir suchten nach
umfassenden, prägnanten und gleichzeitig erweiterbaren
Kategorien und Unterkategorien für die Startseite der Homepage
des Leibniz-Gymnasiums. An dieser Arbeit waren im folgenden Halbjahr
zwei Schüler des Jahrgangs 9 maßgeblich beteiligt.
Inzwischen konnten fremde Schul-Homepages via Internet aufgesucht
werden und als Korrektiv unserer Vorstellungen genutzt werden. Diese
beiden Jungen (!) bilden inzwischen den Kern der AG. Sie belegen das
Wahlpflichtfach Informatik (!) in den Stufen 9/10 und sind
(trotzdem!) an der inhaltlichen Ausgestaltung der Web-Seiten
interessiert. Sie schufen in Windeseile eine akzeptable Infrastruktur
für die Ausgestaltung unserer Homepage. Die Schüler
benutzen einen Wysiwyg-Editor, verzichten auf allerlei technische
Spielereien und unnötige Grafiken, waren aber in der Lage, wenn
nötig, kleine Lösungen zu programmieren. Die Produktion
sensibilisierte sie für Grenzen und Möglichkeiten der
Seitenbeschreibungssprache HTML.
Individualisierung des außerschulischen Lernens?
Es zeigte sich, daß Jugendliche, die zwei Jahre trennen,
scheinbar zu unterschiedlichen Computergenerationen gehören: Die
einen sind - ganz in der DOS-Tradition - alphanummerisch orientiert,
sie wollen Programmzeilen schreiben und streben nach Höherem:
Java-Applets, 3-D-Animationen sind die Perspektiven. Für die
jüngere Generation ist die grafische Benutzeroberfläche
eine Selbstverständlichkeit. ("Ich bin mit Windows 95
aufgewachsen. Wie funktioniert eigentlich Windows 3.1? Wer beherrscht
schon DOS?!"). Nur wenn es gar nicht anders geht, ist sie bereit (und
fähig), auf die Eingabe in Kommandozeilen-Form
zurückzugreifen. Sie wählten die Script-Sprache Javascript.
Die Personen aus der 7. Jahrgangsstufe beherrschten weder die
Schreibmaschine noch die Textverarbeitung (ihrer Eltern) und scheuen
Anstrengung. Die Jahrgangsstufe 5 war ideenreich und technisch
kompetenter als die 7er-Generation, kommt aber über
Versprechungen nicht hinaus und vergißt Termine. Nach etwa
einem Halbjahr steht eine ansehnliche Web-Site, die auf inhaltliche
Füllung wartet. Mit Frau Weber und Herrn Fallenstein sind die
ersten Kooperationspartner aus dem Kollegium gefunden.
Perspektiven
Die Informatik-Kollegen haben sich - ohne auf einen externen
Systembetreuer zurückzugreifen - um die Inhouse-Vernetzung
gekümmert, haben einen Server integriert und anschließend
den Internet-Rechner lauffähig gemacht. Jetzt beschäftigen
sie sich mit der Frage des Zugriffs auf verschiedene URL's von allen
Schülerarbeitsplätzen aus. Außerdem muß die
Frage der Verwaltung von E-Mail-Adressen geklärt werden. Die
Kapazitäten der engagierten 11er-Schüler sind für die
Vernetzung abgezogen worden. Nach dem Schuljahreswechsel war es nicht
möglich, einen neuen gemeinsamen Termin für alle
Arbeitsgruppenmitglieder zu finden. Der Kern der Internet-AG besteht
nun aus Matthias Düngen, Arthur Pyka und einem SV-Lehrer.
Zielgruppe der Internet-Seiten sollen die Schüler unserer
Schule, unserer Partnerschule und später auch die Lehrer und
Eltern unserer Schule sowie die Eltern, die eine Anmeldung ihrer
Kinder am Leibniz-Gymnasium erwägen, sein. Für einen Teil
der Zielgruppe reicht also eine Intranet-Lösung. Sie soll der
erste Schritt sein.
Kooperation im Haus des Lernens
Die Internet-AG kümmert sich indes ausschließlich mit
der Bereitstellung der programmtechnischen Infrastruktur für die
Gestaltung einer Homepage der Schule. Soll der Computer eine
Katalysatorfunktion für die zwischenfachliche Kommunikation
ausüben, dann müssen noch viele Hürden überwunden
werden. Eine ist die Kenntnisnahme der Einsicht, daß auch
computergenerierte Texte und Grafiken von Personen erdacht und in
Form gebracht werden müssen. Wir benötigen Mitarbeiter
und Mitarbeiterinnen. In der Auseinandersetzung mit dem Problem
der Spezifika der Neuen Medien ist eine Diskussion um die
Bereitstellung von Schülerarbeiten im Netz in Gang gekommen. Die
Frage wird unter den Schülern und Lehrern kontrovers
eingeschätzt. Zu den Eigenheiten der neuen Medien gehört
auch die Tatsache, daß die meisten der Ideen bereits umgesetzt
sind und genutzt werden: Unter http://www.referate.de und
http://www.schulhilfen.com findet man Sammlungen deutschsprachiger
Schülerarbeiten. Soll unsere Schule dazu beitragen, daß
die "Neue Faulheit" demokratisiert wird?
R. Kabzinski-Kenkmann, StR, Kunst und Sozialwissenschaften, SV-Lehrer
Stationen der Internet-AG
Von doc über htm zu php
Anfänge
Okt. 1997
Die Zeit, in der die "Schulen (mit einem Modem und ohne Router) ans Netz"
gehen sollten, begann bei uns ohne Hard- und Software. Die Welt sprach doc.
Das Team: Tim K. (kompetenter Utopist, Quellcode-Fanatiker), Florian M.
(Beratung, Werbung, Optimismus).
"Drin"
Sept. 1998
Das LG ist mit seiner Homepage im weltweiten
Netz. Die Ausstattung: Der HTML-Editor eine Shareware mit englischsprachiger
Benutzerführung, ein Rechner mit Internet-Zugang, gelegentlich FTP-Zugang.
Die Homepage bediente sich der Frame-Technologie und benutzte Javascript.
Das Team: Matthias Düngen (Inhaltsarbeiter, rigoroser Gegner jeglichen
inhaltlichen und technischen Ballasts), Arthur Pyka, später auch Sebastian
Nienaber.
Dynamisierung
2001
Neues Erscheinungsbild und Einrichtung
des Forums. Die Ausstattung: Vernetzte Rechner, Internet-Zugang an allen Stationen.
Fehlender FTP-Zugang und gesperrte Diskettenschächte führen zur Kommunikation
per E-Mail und zur Heimarbeit.
Das Team: Matthias Düngen, Arthur Pyka, Sebastian Nienaber (MasterAdmin)
und Marios "Guru" Doulis, gelegentlich Björn Frotscher.
Die Zeit der Helden
Juni 2002
Trennung von Inhalt und Design via php und css. Neues Design. Formale Anpassung des Forums an das
Design der Homepage und erhebliche inhaltliche Ausweitung bei gleichzeitiger
Straffung der Navigationsstruktur. 'Ausstattung and more': Sehr gute häusliche
Ausrüstung, zuverlässige personale und technische Kommunikation, Warten
auf den neuen Medienraum, Fleiß und Kompetenz.
Das Team: Gregor Uhlenheuer, Michael Patzwahl, gelegentlich Arthur Pyka.
Juli 2002
Redaktionssystem (!!!) für alle Fachbereiche. Gästebuch.
Oktober 2002
Sitemap, die sich automatisch aus allen Punkten der verschiedenen Menüleisten
generiert.
Rückschlag und neues Forum, die Kinder und das Establishment
2003
Das Team: Gregor Uhlenheuer und Michael Patzwahl.
Der Datenbankteil - die Basis für Forum, Gästebuch und Redaktionssystem
der Lehrer - wird gelöscht und wir erinnern uns an gefasste Backup-Vorsätze.
Ein komfortables Forum ersetzt das alte, das Gästebuch wird wieder eingerichtet.
Die Mittelstufe erwacht, verwechselt das Gästebuch mit einem Forum oder
Chat-Raum, soll aber dennoch an die Machtübernahme herangeführt werden
(und allmählich die 13-er ablösen).
Die Zahl der dokumentierten Schülerprojekte nimmt deutlich zu und wir kommen
dem im Gästebuch oft geäußerten Wunsch nach mehr Bildern nach.
Unsere Homepage wird von dem Lehrerkollegium wahrgenommen, geschätzt und
kritisch begleitet. Erstmalig erscheint die Domain der Homepage im Elternbrief.
Vollständige Erneuerung der Arbeitsgruppe
Juni 2004
Lukas Lerche, Sebastian Jetzork, Tobias Olbrisch und Jan Brölsch (alle
Klasse 9) wollen das inzwischen etablierte Informations- und Kommunikationsmedium
"LG-Homepage" pflegen, arbeiten sich in seine Konventionen und Struktur
ein und liefern die ersten Bild- und php-Dateien.
Professionelle Hilfe von Yves. Die Schulgemeinde erwacht. Selbstmitleid.
2005
Der "Ehemalige" Yves Vogl unterstützt uns - wie es sympathischer
nicht sein könnte - bei dem Aufbau eines neuen Forums und stellt ein Weblog
zur Verfügung.
Die Schulgemeinde nutzt die Homepage mehr und mehr. Eltern nutzen die Dienstpläne
für die Cafeteria und Kiosk. Förderverein und Schulpflegschaft leiten
Material zur Veröffentlichung an uns weiter. Bewerber lassen sich von unserer
Seite blenden (;-). Die SV veröffentlicht Agitationsmaterial gegen Neonazis.
Die Schülerzeitung nutzt unsere Dienste und PR. Lehrer schauen auf die
Homepage und stellen fest, dass Inhalte nicht immer aktuell sind (, schreiben
uns aber keine E-Mail). Schüler arbeiten mit den auf der Homepage zur Verfügung
gestellten Unterrichtsmedien und Datenbankwerkzeugen (Jgst. 9 bis 13). Einige
Referendare bemängeln Design und Aktualiät, andere liefern Beiträge.
Der Schulleitung erfüllen wir den Wunsch das Schulprogramm digital zur
Verfügung zu stellen. In der Schulkonferenz wird das Design als unprofessionell
missbilligt. Ehemalige (Informatik-Studenten) äußern sich lobend
über Design und Informationsgehalt. AG's wollen Fotos von sich veröffentlichen.
Die junge Kollegen stellen - ohne Aufforderung - Bildmaterial zur Verfügung,
sodass u.a. die bebilderte Kollegiumsliste aktualisiert werden konnte.
Ein FTP-Upload von einem der Rechner der Schule ist auch nach 7-jährigem
Bestehen der AG nicht möglich.
Klein, aber fein!
2006-2008
Unsere großen Erfolge: Wir hatten ein Jahr lang ein Weblog, das Miriam Debus regelmäßig dazu nutzte Gedichte (oder doch Liedertexte?) zu veröffentlichen, die regelmäßig kommentiert wurden. Das ehemalige Internet-AG-Mitglied Micheal P. postete dort (Bilder-)Rätsel. Ein weiteres Mal gingen wir das Risiko ein, der Homepage ein Forum an die Seite zu stellen. Und ein weiteres Mal mussten wir feststellen, dass es nicht gebraucht wird.
Richtig unangenehm war, dass Hacker (niemand von der Schule!) unsere Arbeit zu torpedieren versuchten - eine Zeit, die ich gern vergessen möchte! Auch den großem Ärger mit unserem Internet-Provider. Hilfe brachte der Wechsel zum Anbieter Dock42, der nicht nur schnell und preiswert, sondern sicher und servicefreundlich ist. Der Umzug gelang so gut, dass ihn niemand bemerkte. Seit Spickmich & Co. wächst die Medienkompetenz der Lehrerschaft: Sie will ihre Proträts nicht mehr auf der Lehrerliste veröffentlichen. Also löschten wir alle Bilder, die uns regelmäßig von Herrn Wernsmann bereitgestellt wurden. Eigentlich war der alte Service für neue Schüler und deren Eltern sehr hilfreich. Womöglich auch für einige Kollegen - seitdem sich das Personalkarussel so schnell dreht.
Die Internet-AG schrumpft (sich gesund). Jan Hördemann, Lukas Lerche blieben erhalten, obwohl der Nachmittagsunterricht keine gemeinsame AG-Treffen mehr zuließ.
Eine wirklich große Neuerung ist "LG-Mail", ein Mailsystem mit eigener Domain (NAME@leibniz-gym.de), das allen Schülern und Lehrern zur Verfügung steht. Erfreulich ist, dass die AG nun einen Rechner benutzen darf, der dem Standard entspricht, den wir alle zu Hause gewohnt sind. Übrigens dank der Hilfe von Herrn Schäfer und Herrn Dr. Gutschank und letztlich des Fördervereins - und nicht etwa der Firma Dosys. "Die Chancen der Krise", wie Dahrendorf bereits 1983 schrieb, brachte den Zugewinn. Dem alten Rechner wurde doch tatsächlich der Arbeitsspeicher gestohlen, obgleich er nur ein Viertel so groß war wie der, der in unseren pivaten Rechnern ist.
Und was ist mit dem FTP-Upload? Er geschieht noch immer von zu Hause aus, von dort also, wo der Arbeitsplatz ist.
R. Kabzinski-Kenkmann, im Juni 2008
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